Haarausfall in den Wechseljahren

Wenn das Haar dünner wird - oft ist es ein hormonelles Signal.

Viele Frauen bemerken in der Perimenopause, dass ihr Haar an Fülle verliert, spröder wird oder vermehrt in der Bürste hängen bleibt. Dies kann das Selbstwertgefühl stark belasten. Etwa 40 % aller Frauen erleben während der hormonellen Umstellung eine Veränderung ihrer Haarstruktur oder Haarausfall. Es ist kein bloßes kosmetisches Problem, sondern oft ein Spiegelbild innerer Prozesse. In den Wechseljahren verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Hormonen. Das Verständnis dieser internistischen Zusammenhänge ist der erste Schritt, um die Vitalität Ihres Haares von innen heraus zu unterstützen.

40 %

aller Frauen erleben in den Wechseljahren eine sichtbare Veränderung ihrer Haarfülle. [3]

Der internistische Blick

Illustration in der Perimenopause

„Haarausfall in den Wechseljahren ist oft ein Hilferuf des Stoffwechsels, kein Schönheitsproblem. Wenn wir die inneren Ursachen klären, kommt das Haar meist zurück."

Haarfollikel sind hochsensible biologische Einheiten, die stark auf hormonelle Schwankungen reagieren. Östrogen wirkt als natürlicher Wachstumsfaktor für das Haar: Es verlängert die Wachstumsphase (Anagenphase) und sorgt für kräftiges, glänzendes Haar. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, verkürzt sich diese Phase.

Gleichzeitig entsteht oft eine relative Dominanz von Androgenen (männlichen Hormonen). Das Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT) kann bei entsprechender Veranlagung die Haarfollikel schrumpfen lassen, was zu dünner werdendem Haar am Oberkopf führt.

Aus internistischer Sicht ist das Haar zudem ein „Luxusorgan": Bei Nährstoffmangel oder metabolischem Stress spart der Körper hier zuerst, um lebenswichtige Organe zu versorgen.

Besonders wichtig ist die Abklärung der Schilddrüsenfunktion und des Eisenstoffwechsels (Ferritin), da beide essenziell für die Zellteilung im Haarfollikel sind. Auch chronischer Stress, oft durch Schlafmangel und Cortisolanstieg getrieben, kann den Haarausfall massiv verstärken.

Oft besteht ein enger Zusammenhang mit anderen Symptomen der hormonellen Umstellung wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Alle haben dieselbe hormonelle Wurzel.

Die ermutigende Nachricht: Haarfollikel sind regenerationsfähig. Wenn die zugrundeliegenden hormonellen und metabolischen Ursachen adressiert werden, verbessert sich die Haardichte bei den meisten Patientinnen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten spürbar.

Warum Dr. Lorenz?

Ich nehme Ihren Haarausfall ernst und untersuche die tieferliegenden internistischen Ursachen. Als Ärztin mit internistischem Schwerpunkt analysiere ich nicht nur Ihre Hormone, sondern auch Ihren Eisenstatus, Ihre Schilddrüse und mögliche Entzündungsprozesse.

Mein strukturierter 2-Termin-Pfad führt Sie von einer detaillierten Anamnese über eine spezialisierte Labordiagnostik (Ferritin, Zink, Biotin, Hormone) zu Ihrem individuellen Fahrplan für gesundes Haar (siehe Über mich).

Was steckt dahinter?

Differentialdiagnosen

Haarausfall ist oft ein Symptom für ein tieferliegendes Ungleichgewicht. Eine präzise internistische Abklärung ist entscheidend.

Eisenmangel (Ferritin)

Ein niedriger Eisenspeicher ist eine der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall bei Frauen.

Schilddrüsenfehlfunktion

Sowohl Unter- als auch Überfunktion können die Haarqualität massiv verschlechtern. (Siehe Schilddrüse)

Telogen-Effluvium

Ein plötzlicher Haarausfall, der oft 3-4 Monate nach einem belastenden Ereignis oder einer Infektion auftritt.

Autoimmunerkrankungen

Erkrankungen wie Lupus oder Alopecia areata müssen fachärztlich ausgeschlossen werden.

Eine strukturierte Abklärung gibt Ihnen die Sicherheit, dass wir die richtige Ursache behandeln.

Was hilft wirklich?

Evidenzbasierte Optionen

Die Einordnung orientiert sich an aktuellen Leitlinienempfehlungen [1] .

Hormonersatztherapie (HRT) [2]

Östrogen stabilisiert die Wachstumsphase des Haares und kann den androgenen Einfluss abmildern. [4]

Gezielte Nährstoff-Substitution

Gabe von Eisen, Zink, Biotin und Vitamin D nach Laborkontrolle.

Stressreduktion

Senkung des Cortisolspiegels zur Entlastung der Haarfollikel.

Ich bespreche mit Ihnen die aktuelle Studienlage. Sachlich und ohne Heilversprechen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Obwohl viele Symptome in der Perimenopause harmlos sind, sollten bestimmte Warnsignale immer zeitnah ärztlich abgeklärt werden:

Plötzlicher, kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Vernarbungen oder starke Entzündungen der Kopfhaut

Zusätzlicher Haarausfall an Wimpern oder Augenbrauen

So erleben Patientinnen die Klärung.

490 Euro für eine Online-Beratung? Ich war skeptisch. Aber nach 60 Minuten Erstgespräch war klar: So viel Zeit und Tiefe bekomme ich bei keinem Kassenarzt.

M.

Patientin, Köln

Anonymisiertes Fallbeispiel

Der nächste Schritt

Dünneres Haar, und keiner findet die Ursache?

Ich schaue mir Hormone, Schilddrüse und Nährstoffe an, damit wir gezielt handeln können.

Die Perimenopause-Klärung ist ein strukturiertes 2-Termin-Programm mit Anamnese, gezielter Diagnostik und schriftlichem Therapieplan. Paketpreis 490 €. Laborkosten werden separat durch das Labor abgerechnet (typisch 80–280 €).

Medizinische Quellen

Diese Seite ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Die wichtigsten medizinischen Aussagen sind mit den nachfolgenden Quellen verknüpft.

  1. [1] NICE Guideline NG23: Menopause - diagnosis and management (NICE, 2024, Leitlinie) Quelle öffnen
  2. [2] The 2022 hormone therapy position statement of The North American Menopause Society (Menopause, 2022, Positionspapier) Quelle öffnen
  3. [3] Menopause, skin and common dermatoses. Part 1: hair disorders (Clinical and Experimental Dermatology, 2022, Narrative Review) Quelle öffnen
  4. [4] The Hormonal Background of Hair Loss in Non-Scarring Alopecias (Biomedicines, 2024, Narrative Review) Quelle öffnen

Zuletzt fachlich geprüft am 2026-04-15. Geprüft von Dr. med. Christin Lorenz (Ärztin mit internistischem Schwerpunkt).

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